Vereinsgeschichte

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDrucken

Der Squash Club Deisenhofen wurde 1983 gegründet.
Im Jahr 2008 konnten wir also unser 25-jähriges Vereinsjubiläum feiern. In diesen 25 Jahren hat der traditionsreiche Verein vieles erlebt:  Sportliche Höhen gab es zu feiern (Aufstiegsrunde 2. Bundesliga Herren / Bayernliga Damen)  aber auch einige Krisensituationen mussten und müssen bewältigt werden.
Wer an mehr Informationen über die ersten 15 Jahre des Clubs (bis 1998) interessiert  ist, findet weiter unten einen Bericht von Otto Mittnacht.
Ab Beginn der Saison 2001/2002 waren wir wieder in der Klemme: In unserem Heimspielcenter wurden zwei der vier Squashcourts zu Fitnessflächen umgewandelt. Somit war die Zahl der zur  Verfügung stehenden Courts auf gerade mal zwei verbleibende Squash-Plätze  zusammengeschrumpft. Die absolut unterste Grenze für ein sinnvolles Training war erreicht. Eine Lösung bezüglich der zahlreichen notwendigen Trainingsstunden konnte  gefunden werden: Die notwendige Anzahl Courts fürs Training wurde nun auf sämtliche Wochentage  umverteilt. Der Trainingsbetrieb war also weiterhin ohne gravierende Einschränkungen  sichergestellt!

Besonders hart hatte uns aber getroffen, dass wir über nur mehr einen "schiedsbaren" Platz  verfügten und damit keine Heimspiele mehr veranstaltet werden konnten. Als Konsequenz mussten die Jugendmannschaften nun z.T. weite Reisen zu ihren Auswärtsspielen unternehmen.
Aber mit Beginn der Saison 2003/2004 war die Lösung für unser Problem gefunden: Unser Center, der Sportpark Deisenhofen, wurde  von neuen Investoren übernommen und die hatten erkennen lassen, dass Sie sehr an unserem Squash Club interessiert sind. Für den Squash Spielbetrieb wurden wieder vier Courts zur Verfügung  gestellt. Damit sind wir wieder in der Lage Heimspiele auszutragen.  Die Zukunft verspricht spannend zu werden!

 

Als der Squashclub Deisenhofen im Juni 2008 sein 25-jähriges Bestehen feierte, ist dies die Erinnerung an den Termin, zu dem der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht München eingetragen wurde; die wirklichen Anfänge des Clubs reichen jedoch noch viel weiter zurück.
Im Jahr 1978 errichtete ein Münchner Geschäftsmann namens Braun die heute unter dem Begriff TEGO vor sich hin dümpelnde Tennis- und Squashanlage am Grünwalder Weg 39 in Oberhaching. Schon bald sprach sich in der Umgebung herum, dass Squash ein recht interessanter neuer Sport sei, den man relativ schnell erlernen könne und der dazu noch viel Spaß mache. Meine Frau und mich erwischte es am Gründonnerstag des Jahres 1979, als wir Freunde zum Käsefondue eingeladen hatten und vereinbarten, dass wir am Karfreitag doch auch mal Squash probieren könnten. Wir waren beide auf Anhieb derart begeistert, dass wir am Samstagvormittag in die Stadt fuhren, uns Schläger kauften und am Nachmittag wieder in der Anlage waren, um Squash zu spielen. Von da an waren wir jede Woche mindestens einmal da. Man traf die gleichen Leute, spielte untereinander, führte so etwas wie einen Clubabend ein und spielte die erste Rangliste aus. Ungekrönter König in dieser Anfangszeit des Squashsports im Hachinger Tal war Hans Reiser, Inhaber der damaligen In-Disco "Club 25" am Bahnhof in Oberhaching und bei den Mädels war bald klar, dass man Traudi schlagen musste, um die Nummer 1 zu werden. Der Squashsport fing um diese Zeit in München an zu boomen, überall entstanden neue Anlagen und die Betreiber überboten sich gegenseitig darin, das beste an ausländischen Profis nach München zu holen, um die Anlagen zu füllen. Namen wie Geoff Hunt, Lars Kvant, Glen Brumby dürften den älteren Squashfans noch durchaus geläufig sein. In Deisenhofen wuchs der Ehrgeiz, die bestehende Spielgemeinschaft, auf diesen Namen hatte man sich geeinigt, wollte ihr Können mit anderen bereits bestehenden Clubs messen, doch das ging nur, wenn man Liga spielen würde. Voraussetzung für "Liga spielen" war aber ein Club. Also begann man Verhandlungen mit Herrn Braun über die Konditionen und war sich erfreulicherweise relativ schnell einig. Als aber Herr Braun junior, der offiziell Geschäftsführer der Anlage war, die Vereinbarung, die er mitverhandelt hatte, unterschreiben sollte, konnte er sich an nichts mehr erinnern. Er konnte sich ohnehin nie an etwas erinnern, da er sein Gedächtnis regelmäßig mit ziemlich viel Flüssigkeit betäubte.
Fazit: Erster Versuch der Vereinsgründung gescheitert. Darüber war über ein Jahr vergangen. Ziemlich genau zu diesem Zeitpunkt teilten die Brauns mit, dass sie die Anlage verkaufen werden, und dass sie von einem Pächter weitergeführt werde. Der neue Mann, Thomas Ziegler, ließ die Clubinteressierten bei seinem Pachtantritt wissen, dass er an einem Club kein Interesse habe und auch die Spielgemeinschaft sei ihm ziemlich egal. Wir waren das erste Mal heimatlos. Die MBB SG Ottobrunn erbot sich, alle interessierten Deisenhofener in ihren Club aufzunehmen, damit sie auch weiterhin wie gewohnt Squash spielen konnten. Einige nahmen das Angebot auch an, aber die bestehende Deisenhofener Spielgemeinschaft löste sich durch diesen Wechsel weitgehend auf.
Nach einem Jahr merkte Thomas Ziegler, was er an einem Club gehabt hätte und ließ uns wissen, dass er uns mit offenen Armen aufnehmen würde, wenn wir wieder nach Deisenhofen zurückkehren würden. Wir entschlossen uns relativ schnell, aber zur Clubgründung und Mannschaftsmeldung war es für die Saison 1982/1983 schon zu spät. Es wurde jetzt jedoch gezielt auf die Saison 1983 hingearbeitet. Aus Ottobrunn hatten wir Wally Horak mitgebracht, einen in München studierenden Südafrikaner, der unheimlich gut Squash spielen und fast noch besser trainieren konnte. Er brachte den ja teilweise seit fast vier Jahren Squash spielenden den letzten Schliff bei. Nachdem alle bürokratischen Hürden genommen waren, fand im Februar 1983 im Tennis- und Squashpark Deisenhofen die Gründungsversammlung statt. Die anwesenden Gründungsmitglieder wählten Günther Profaiser zum 1. Vorsitzenden und Traudi Mittnacht, die schon seit Zeiten der Spielgemeinschaft das Geld verwaltete, zur Kassiererin. Von den, bei der Gründung Anwesenden sind heute noch Conny Jakob, Traudi Mittnacht und meine Wenigkeit Mitglieder des Vereins.
Die in der Saison 1983/1984 erstmals am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften des SC Deisenhofen überraschten in den jeweiligen Spielgruppen alle ihre Gegner, obwohl diese hätten gewarnt sein müssen. In einem Vorbereitungsspiel gegen die Bundesligamannschaft des OSC Ingolstadt bezogen diese in Deisenhofen Prügel und bei der Münchner Meisterschaft kegelte Conny Jakob in der ersten Runde mit Rainer von Scanzoni einen der Topfavoriten aus dem Rennen. Die Herrenmannschaft schaffte auf Anhieb mit drei Aufstiegen in Folge den Durchmarsch bis an die Spitze der Bayernliga. Bei der Aufstiegsrunde zur 2.Bundesliga in Mannheim hatte die Mannschaft sogar einen Matchball zum Aufstieg und das obwohl die Mannschaft ohne Wally Horak spielen musste, der inzwischen sein Studium beendet hatte. Ihm folgte sein Freund David Welsh, der in der ersten Begegnung "mighty mouse" David Adams 9:3, 9:2 und 9:1 abblitzen ließ. Den Damen gelang der Sprung in die Bayernliga ein Jahr später. David blieb uns nur ein Jahr erhalten und wurde durch Anthony Williams, einen jungen Engländer, der in einer Nacht- und Nebelaktion 6 Stunden vor Ablauf der Meldefrist verpflichtet wurde, ersetzt.
So wie Anthony gekommen war, verließ er uns zwei Jahre später auch wieder, nämlich kurzfristig zwei Tage vor Wechselschluss. Da die Bayernligamannschaft damit plötzlich ohne Spielertrainer dastand, entschlossen sich alle Spieler der 1. Mannschaft zum MBB Ottobrunn zu wechseln, da sie sich dort bessere sportliche Perspektiven versprachen. Der Abstieg in die unteren Region der Squashszene war damit vorprogrammiert. Die Damenmannschaft hatte dank des Einsatzes von Petrina Davey, der ersten Trainerin, die je von dem Anlagenbetreiber finanziert wurde, noch einen längeren Atem, findet sich inzwischen aber auch in der untersten Spielklasse wieder.
Genau zu diesem Zeitpunkt erwischte es den SC Deisenhofen wieder; die Squashanlage wurde verkauft (Thomas Ziegler kam nicht zum Zug), und die neuen Eigentümer ließen den Club wissen, dass nach Schweiß stinkende Squashspieler nicht zum neuen Konzept der Anlage passen würden. Also: zum zweiten Mal heimatlos. Dem inzwischen als Nachfolger von Otto Mittnacht gewählten 1. Vorsitzenden Andreas Zowislo gelang es in der kurzen Zeit, die über den Fortbestand des Squashclubs zu entscheiden hatte, eine akzeptable Vereinbarung mit der Squash Insel Taufkirchen auszuhandeln.

 

Unsere Sponsoren
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner